Geschichte mit Zukunft

Reinhard Hesse

Auf dieser Seite haben wir die wichtigsten Stationen unserer Firmengeschichte für Sie zusammengefasst. Begleiten Sie uns auf dem Weg durch sechs Jahrzehnte Bäckerei Hesse:
Von den Anfängen als kleine Dorfbäckerei in den Nachkriegsjahren, über die ersten Filialen im Sieger- und Sauerland, bis in die heutige Zeit in einen modernen Backbetrieb, der Tradition und technische Innovationen erfolgreich verbindet.

Reinhard Hesse  Thomas Hesse
Thomas Hesse
 

Firmengründer Hermann Hesse

Familie Hesse

Unternehmertum und handwerkliches Talent waren Firmengründer Hermann Hesse bereits in die Wiege gelegt, denn eine eigene Schreinerei und Landwirtschaft sicherten den Lebensunterhalt im Elternhaus.
Hermann Hesse und seine Frau Therese gründeten 1946 die Bäckerei Hesse und gingen den eingeschlagenen Weg in den Folgejahren konsequent weiter. Mit einer großen Portion Gottvertrauen, aber auch dem Wissen um die eigenen Fähigkeiten, gelang es ihnen bereits früh einen festen Kundenstamm zu gewinnen.

Neben der harten Arbeit fand Hermann Hesse immer die Zeit, sich für den eigenen Berufsstand und in verschiedenen Ehrenämtern zu engagieren:
Er war Vorstandsmitglied der Bäckerinnung Olpe und kümmerte sich über 25 Jahre als Lehrlingswart vor allem um den Bäckernachwuchs. Über Jahrzehnte gehörte er dem Meisterprüfungsausschuss der Handwerkskammer Arnsberg an, die ihm 1971 die Silberne Ehrennadel verlieh.

Als Unternehmer der Region war es für Hermann Hesse zudem selbstverständlich, sich aktiv am örtlichen Vereinsleben und der Entwicklung der Region zu beteiligen. Ob als Vorsitzender des Sportvereins, Im Kirchenvorstand, als Aufsichtsrat der Volksbank oder als Gemeinderatsmitglied der CDU: In der Region für die Region - für Hermann Hesse immer ein zentrales Lebensmotto.

Gründerjahre - geprägt von harter Arbeit...

Hermann Hesse erlernte den Beruf des Bäckers von 1926 bis 1929 bei Georg Lache in Clafeld, heute ein Stadtteil von Siegen.
Es ist nachvollziehbar, dass die Ausbildung im Siegerland der Grundstock für das bekannt gute Siegerländer Schwarzbrot von Hesse war. Auf dem ersten Bild präsentiert er stolz eine Reihe kräftig gebackener Schwarzbrote frisch aus dem Ofen. Wenige Monate nach Kriesende ging Hermann Hesse den ersten Schritt in die Selbständigkeit und pachtete die Dampfbäckerei Emil Höfer an.

Vier Bäckereien versorgten die Einwohner des kleinen Ortes Welschen Ennest. Viele Familien ernteten ihr eigenes Getreide, dass dann in der Dorfmühle zu Mehl vermahlen wurde. Dem Bäcker wurde für jedes Brot ein Backlohn gezahlt.
Die leckeren Backwaren kamen stets auf dem kürzesten Weg zu den Kunden in die Nachbarorte Rahrbach und Benolpe sowie über den Berg nach Littfeld ins Siegerland: zunächst mit dem Fahrrad, später mit dem Dreirad und nach einiger Zeit mit dem ersten DKW 3/6.

...aber auch von Freude und Begeisterung.

1953 erwarb Hermann Hesse das Grünewaldsche Anwesen, auch aus heutiger Sicht die mutigste Entscheidung in 60 Jahren Firmengeschichte. Im Ort überwog die Skepsis - "Ob er das wohl schafft?"
Er schaffte es: Nach umfangreichen Umbauarbeiten bot dieser neue Standort gute Perspektiven für die Zukunft.
 

Ein Bäckerladen mit gemütlichem Café und eine geräumige Backstube wurden geschaffen. Und auch der Nachwuchs war begeistert:
Stolz stehen die Söhne Reinhard und Werner mit Freund Klaus Tigges vor dem neuen Backofen (Bild 2).

Kein Weg zu lang, kein Berg zu steil...

In den 60er Jahren wurde das Café Hesse zu einem beliebten Treffpunkt für Einheimische und Gäste von Nah und Fern. Dem Trend der Zeit entsprechend wurde ein Lebensmittelmarkt angegliedert.

Chefin Therese belegte Kurse in der Lebensmittel-Fachschule Neuwied und entdeckte dabei ihr Talent im Plakateschreiben. Langsam aber sicher bekamen die Eltern Hermann und Therese Hilfe durch ihre Junioren.

...Aufbruch zu neuen Ufern!

Firmenchef Hermann Hesse war für die Planung und Erweiterung zuständig. Nach jedem Anbau betonte er: "So, das war jetzt aber das letzte Mal!"
Doch in Gedanken plante er stets schon den nächsten Schritt.

So entstanden in der Folge ein geräumiger Lebensmittelmarkt mit verschiedenen Spezialabteilungen vom Frischfleisch bis zu Obst und Gemüse sowie eine größere Backstube. Direkt im Anschluss wurden dann die ersten Bäckerei-Filialen in Eichen und Olpe eröffnet.

Wachstum bedeutet, Räme schaffen...

1978: der erste Tag der offenen Tür! Wie immer im Leben war die Premiere von riesiger Aufregung begleitet. Auch die örtliche Prominenz war zu Gast: Hermann Hesse begrüßt stolz den damaligen Gemeindedirektor Hackmann und den Bürgermeister Luster-Haggeney.

Hohe Qualität in Verbindung mit technischem Fortschritt war schon damals unser Anspruch: Das erste Bild zeigt Reinhard und Werner Hesse an der ersten Brotanlage; auf Bild 2 bestaunen Vater und Sohn die erste Hörnchen-Wickelmaschine von W + P - ein Wahnsinns-Gerät!

...für neue Ideen und Verantwortung.

1985: Der eigene Lebensmittelmarkt wurde aufgegeben, die Bäckerei geräumig erweitert und weitere Bäckerei-Filialen eröffnet. Trotz der umfangreichen Erweiterung reifte schon bald die Entscheidung, den Bäckereibetrieb in das neu entstandene Gewerbegebiet zu verlagern. Den Grundstückskauf hat Firmengründer Hermann Hesse noch mit begleitet. Er verstarb am 5.9.1987 im Alter von 77 Jahren.

Am 17. April 1989 wurden erstmals die Öfen in der neu errichteten Backstube geheizt. Am 10. Juni 1989 hieß es dann "Herzlich Willkommen" - Gäste von Nah und Fern feierten die offizielle Einweihung der neuen Bäckerei.
Ein weit reichender Abschnitt war erfolgreich zu einem guten Ende gebracht worden.

Der beste Weg, die Zukunft zu meistern...

Die vergangenen zehn Jahre standen im Zeichen des gesunden Wachstums im Sieger- und Sauerland.
Hermann Josef Hesse, jüngster der drei Brüder, war über viele Jahre an der Unternehmensexpansion beteiligt und hat das Erscheinungsbild der Bäckerei in den 80er und 90er Jahren nachhaltig geprägt. In diese Zeit fiel auch die Eröffnung der Filiale in der Siegener City-Galerie.
Bild 3 zeigt Erwin Breuer (Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft) und Kreishandwerksmeister Friedhelm Liese im Gespräch mit Reinhard Hesse, damals

Obermeister der Bäckerinnung: Gleich zweimal - 1993 und 1994 - wurde die Bäckerei Hesse für die Qualität ihrer Christstollen ausgezeichnet.
Unter den verschiedenen Branchenpreisen, die das Unternehmen außerdem in den letzten Jahren erhalten hat, nimmt der bundesweit bekannte "Marktkieker" 2002 einen ganz besonderen Platz ein. Ausgezeichnet werden herausragend innovative Unternehmen, die sich über einen längeren Zeitraum in besonderer Weise am Markt hervorgehoben haben.

...ist, sie einfach zu gestalten.

Ob Hesse-Korn, Herzbube oder Krombacher Braustubenbrot: Unsere starken Marken werden ausschließlich mit natürlichen Rohstoffen hergestellt und verbinden höchste Qualität mit handwerklicher Tradition.

Schon vor Jahren haben wir damit begonnen, ausgewählte Brotspezialitäten zu Hesse-Markenbroten aufzubauen. Heute können wir sagen, dass sich diese Bemühungen gelohnt haben, denn alle "Hesse-Marken" erfreuen sich großer Beliebtheit bei unseren Kunden.